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Die
Elektrotherapie nutzt die Wirkung elektrischer Ströme auf den Organismus.
Das hauptsächliche
Anwendungsgebiet
liegt in der Schmerz- und Muskel-Therapie; z. B. bei Ischias-Schmerzen,
Rheuma und Arthrose oder bei Muskelverspannungen.
Der Strom kann
durch Elektroden, die auf die Haut geklebt werden, durch den Körper geleitet
werden. Auch Voll- oder
Teilbäder
sind möglich, bei denen der Strom durch das Wasser an die Haut geleitet wird
(z. B. Stangerbäder, Iontophorese).
Wie
wirkt die Therapie?
Grundsätzlich lassen
sich drei Hauptwirkungen der Elektrotherapie auf den Körper unterscheiden:
Bewegung von Ladungsträgern (Ionen, z. B. Natrium-, Kalium-, Chlorid-Ionen)
Auslösung von
Nerven - und Muskelreizungen
Erwärmung des
Gewebes
Welche dieser
drei Wirkungsweisen überwiegt, hängt vor allem von der Art und Frequenz des
verwendeten Stroms ab.
Folgende Anwendungsbereiche
werden unterschieden:
Gleichstrom-Behandlungen
(0 Hz; Wirkprinzip: Bewegung von Ladungsträgern, z. B. Galvanisation,
Stangerbad, Iontophorese)
Wechselstrom-Behandlungen:
Niederfrequenz-Therapie
(1-1000 Hz; Wirkprinzip: Nerven- und Muskelreizungen, z. B. Reizstrom, TENS)
Mittelfrequenz-Therapie
(1- 100 kHz; Wirkprinzip: Nerven- und Muskelreizungen, z. B.
Interferenzstrom-Therapie)
Hochfrequenz-Therapie (über 100kHz; Wirkprinzip: Erwärmung, z. B.
Diathermie; Magnetfeldtherapie)
Aus der
Vielzahl der verschiedenen
Anwendungen eignet sich vor allem die TENS (Transkutane elektrische
Nervenstimulation) nach ärztlicher Anleitung auch zur Selbstbehandlung vor
allem in der Schmerztherapie.
Bei der TENS
werden über
Elektroden auf der Haut die dort verlaufenden Nerven gereizt. Dieser Reiz
ist nicht schmerzhaft, der Patient spürt lediglich ein leichtes Kribbeln.
Vermutlich führt er aber dazu, dass der Körper seine Systeme der
Schmerzregulation aktiviert, die Schmerzschwelle des gesamten Organismus
wird heraufgesetzt. Der Patient nimmt daher die Schmerzen weniger stark wahr
oder sie gehen ganz zurück.
Quelle:
http://www.aok.de
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